Irving, John
Die vierte Hand Roman
Buch

Leben mit Verlusten - ein Entwicklungsroman für Männer. (DR) Vor laufender Kamera seine linke Hand an einige Zirkuslöwen zu verlieren ist auch für einen Sensationsreporter mehr als nur eine gute Story. Für den New Yorker Journalisten, der nun weltweit als "Löwenmann" oder "Katastrophenmann" bekannt ist, bedeutet es auch den Ausgangspunkt für seine persönliche Weiterentwicklung. Gerade eben von seiner Frau geschieden, beziehungs- und willenlos in einem Kuddelmuddel sexueller One-night-stands wird dieser Verlust seine unkritisch-zynische Einstellung zum Journalismus ändern und ihn liebesfähig machen. Ein etwas verrückter Handtransplantationsspezialist, der ihm die Hand eines noch Lebenden avisiert, ist nicht ganz unschuldig daran, sowie die zukünftige Witwe des nicht ganz so freiwilligen Spenders. Fulminant beginnend, in einem Wirbel von unerhörten Geschichten reduziert Irving in der Folge das Tempo immer mehr, lässt sich immer mehr auf die langsam entstehende Beziehungsfähigkeit ein, die auf Trauer, Trennung und Krise folgt. So dass das Ende - das nicht verraten sei - wie ein ganz entspanntes, geduldiges, gelöstes Ausatmen wirkt. - Wie immer gut erzählt, manchmal auch etwas eitle Sensationsprosa, mit Softporno-Einsprengseln, aber auf jeden Fall eine ungewöhnliche Liebesgeschichte für erwachsene Leser/innen mit Geduld.


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Irving, John:
Die vierte Hand : Roman / John Irving. - Zürich : Diogenes, 2002. - 438 S. - Aus dem Amerikan. von Nikolaus Stingl
ISBN 978-3-257-06303-5 fest geb. : ca. € 23,60

2013/0543 - Belletristik, Filme, Hörbücher - Signatur: U Irvin - Buch