Barnes, Julian
Vom Ende einer Geschichte Roman
Buch

Lebensgeschichte als Lücken- und Fehlertext. (DR) Das Ende der Selbsttäuschung ist nicht der Anfang der Beruhigung. Das muss auch Tony Webster, der Ich-Erzähler des kurzen Romanes, erkennen. Viele Jahre hat er ein offensichtlich ruhiges und unauffälliges Leben geführt. Aber jetzt, bereits in Pension, geschieden, doch noch in freundschaftlicher Beziehung mit seiner Ex-Frau, muss er sich seiner Vergangenheit stellen und erkennen, dass Selbstbild, Erinnerung und Lebensgeschichte nicht ganz so klar sind, wie er dachte. Der Roman geht dabei weit zurück in die Schulzeit Websters und beschreibt frühe Erfahrungen von Freundschaft. Der junge Webster gehört in diesen Tagen zu einer Gruppe von ziemlich coolen Jungs, denen der Selbstmord eines Mitschülers weniger Anlass zur Trauer als zur Spekulation und zum Philosophieren bietet. Adrian, ein neuer Schüler, stößt zur Clique und wird aufgrund seiner radikalen Denkweise zum verstörenden und faszinierenden Mitglied. In der Studentenzeit allerdings verlässt Websters Freundin Veronica ihn wegen Adrian und Webster schreibt ihm darauf einen verletzenden Brief. Kurze Zeit später begeht Adrian Selbstmord. Diesen alten Geschichten muss sich Webster nun stellen und erkennt, dass seine Version der Vergangenheit beileibe nicht die wahre ist. - Faszinierende Geschichte(n), brillant erzählt, voller Esprit und nachdenkenswerter Erkenntnisse. Literarischen LeserInnen dringend empfohlen.


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Barnes, Julian:
Vom Ende einer Geschichte : Roman / Julian Barnes. Aus dem Engl. von Gertraude Krueger. - Köln : Kiepenheuer und Witsch, 2011. - 181 S.
ISBN 978-3-462-04433-1 fest geb. : ca. € 19,60

2013/0805 - Belletristik, Filme, Hörbücher - Signatur: U Barne - Buch