Gross, Peter
Glücksfall Alter alte Menschen sind gefährlich, weil sie keine Angst vor der Zukunft haben
Buch

Optimistische Konsequenzen einer langlebigen Gesellschaft - zugespitzt und kritisch dargeboten. Rezension (ekz) Altvertraute demografische Szenarien werden auf den Punkt gebracht und auf den Kopf gestellt: Bevölkerungsschwund, Generationenkampf, Rentendiktatur. Doch "erstmals in der Geschichte mehr Alte als Junge zu haben, ist keine Katastrophe, sondern ein Glücksfall", behaupten und beweisen die beiden, verschiedenen Generationen angehörenden Autoren. Sie ziehen Konsequenzen für die Jungen: z.B. mehr Liebe für weniger Kinder und mehr Erbschaft. Bezogen auf Alte: z.B. den gewonnenen Jahren mehr Sinn geben anstatt nur Nahrung bzw. Genuss. Kurz: das Alter neu strukturieren, das Loslassen üben (vgl. Cover "Leergut abwerfen"). Letzteres gilt auch für bisherige Systeme und Verhaltensweisen, denn Entwicklungen aus Überalterung lassen sich höchst ungenau aus heutigem Blickwinkel vorhersagen und beziehen überraschende Veränderungen (wie seinerzeit die Pille) nicht ein. Zugespitzt, lakonisch, witzig (Kapitelüberschriften), zum Nachdenken anregend. Mit Lektürehinweisen, auch für Romane. Ohne herbeigeholte Altersrollenbeispiele wie bei H. Hass und U. Hermann.


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Schlagwörter: Alter

Interessenkreis: Leben im Alter

Gross, Peter:
Glücksfall Alter : alte Menschen sind gefährlich, weil sie keine Angst vor der Zukunft haben / Peter Gross ; Karin Fagetti. - Freiburg im Breisgau : Herder [u.a.], 2008. - 191 S.
ISBN 978-3-451-29938-4 : 4,50

2012/1311 - Alter - Signatur: Fa 1.23 Gross - Buch