Kundera, Milan
Das Fest der Bedeutungslosigkeit ; Roman
Belletristik Erw.

Alain, Caliban, Charles und Ramon ziehen zusammen beobachtend durch Paris. Jeder schwadroniert über sein eigenes Thema, ohne die anderen damit zu fesseln. Doch zur Überraschung von Caliban, dem Schauspieler ohne Rollen, versteht ein junges portugiesisches Hausmädchen seine selbst erfundene Sprache. Vier Männer in Paris tummeln sich als Protagonisten in dem anekdotisch aufgezogenen Roman, lassen den Leser teilhaben an der erotisierenden Nabelchau-Mode der jungen Mädchen, lassen ihn erfahren, warum eine erlösende Diagnose für den "small-talk" umgekehrt wird, warum ein mit Skulpturen geschmückter Park einer Chagall-Ausstellung vorzuziehen ist, auch, dass es gelingen kann, mit einer selbst erfundenen Sprache die Unterhaltung mit einer Ausländerin zustande zu bringen, und letztendlich darf man die Bedeutungslosigkeit als "Essenz der Existenz" wahrnehmen. - Ein echter, hintersinniger Kundera, der erst viele Jahre nach seinem letzten Roman - Die "Unwissenheit" (BA 4/01) - veröffentlicht worden ist. - Auf jeden Fall für Kundera-Fans. Aber einmal lesen genügt nicht.

Freigegeben ab 16 Jahren.


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Interessenkreis: Gesellschaft

Kundera, Milan:
¬Das¬ Fest der Bedeutungslosigkeit : ; Roman / Milan Kundera. Aus dem Franz. übers. von Uli Aumüller. - München [u.a.] : Hanser, 2015. - 139 S. ; 21 cm
ISBN 978-3-446-24763-5 fest geb. : EUR 16.90

0020515001 - R 11 - Signatur: R 11 Kun - Belletristik Erw.