Becker, Jurek
Jakob der Lügner Roman
Schöne Literatur

In seinem 1986 veröffentlichten Roman "Bronsteins Kinder" (BA 12/86) nahm Becker ein Thema wieder auf, das er schon 1969 in seinem 1. Roman angeschlagen hatte: die Last der Vergangenheit. In dem mehrfach ausgezeichneten und erfolgreich verfilmten Roman "Jakob der Lügner" erzählt der heute in West-Berlin lebende DDR-Autor von einem polnischen Juden, der seinen Mitmenschen im Ghetto durch erfundene Meldungen vom Vormarsch der Roten Armee und vom unausweichlichen Zusammenbruch der Front Mut zum Überleben und Hoffnung auf die Zukunft macht, - doch am Ende steht der Abtransport. Da der Roman mit scheinbar leichter Hand geschrieben ist, hat er trotz des ernsten Themas weite Verbreitung gefunden. Wichtig ist er noch immer, gehört neben B. Apitz' "Nackt unter Wölfen" (BA 3/81, 2) und A. Schwarz-Barts "Der Letzte der Gerechten" (BA 3/80, 51) in alle Büchereien. Klaus Scholle empfahl ihn s.Z. (BA 272, 2) auch für Jugendliche.


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Schlagwörter: Belletristische Darstellung Geschichte 1942-1943 Ghetto Polen

Becker, Jurek:
Jakob der Lügner : Roman / Jurek Becker. - [Nachaufl.]. - Frankfurt am Main : Suhrkamp, 1987. - 282 S. - (Bibliothek Suhrkamp; 510). - Lizenz d. Aufbau-Verl., Berlin u.a.
ISBN 978-3-518-01510-0 fest geb. : 18.80

0000073001 - Zba - Signatur: Keller SL BEK - Schöne Literatur