Jungstedt, Mari
Im Dunkeln der Tod Roman
Buch

In der Kleinstadt Visby werden zwei Kunsthändler brutal ermordet. Kommissar Knutas und sein Team ermitteln. (DR) Autorin Mari Jungstedt, populäre Nachrichtensprecherin im schwedischen Fernsehen, legt ihren vierten Kriminalroman vor. Zieht man die Übersetzung ins Deutsche als Kriterium für den Erfolg heran, fragt man sich, worin dieser besteht. Die Autorin erzählt die abgründige Geschichte über Sex, Kunst und Vaterliebe entweder langatmig oder belehrend. Der erste Mord passiert auf Seite 36 - und 35 Seiten lang erfährt man Dinge, die nicht zur Lösung des Falles beitragen (Opfer will sein Leben ändern), die man nicht wissen will (trinkt zum Frühstück Cafe macchiato) oder ohnehin errät (Galerist rückt Bilder penibel zurecht). Was man während der endlosen 35 Seiten dann doch einmal wissen will und was ein entscheidender Hinweis für die Aufklärung wäre, nämlich, wie das Opfer aussieht, erfährt man nicht. Andere Figuren gelingen kaum besser. Ihre Biografien wirken erfunden, die Darstellungen sind klischeehaft. Die atmosphärischen Schilderungen scheitern an Wiederholungen und Widersprüchen, unnötige Adjektive und Adverbien erschweren das Lesen. Umsonst sehnt man sich nach klingenden Sätzen und reizenden Wörtern. Alles Fehler, die man einem Debütroman verzeiht, aber nicht dem vierten Band in Serie. Sollten Sie das Buch nicht anschaffen, wird's keiner vermissen. *bn* Bettina Huber


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Interessenkreis: Krimi

Jungs

Jungstedt, Mari:
Im Dunkeln der Tod : Roman / Mari Jungstedt. Aus dem Schwed. von Gabriele Haefs. - München : Heyne, 2008. - 383 S.
ISBN 978-3-453-26558-5 fest geb. : 18,95

2008/0108 - Schöne Literatur - Buch