Die Geschichte von Leila, die am Rande der algerischen Wüste aufwächst, ist die Geschichte einer Emanzipation: Unterstützt von ihrer Großmutter Zohra, einer sesshaft gewordenen Nomadin, widersetzt sich Leila erfolgreich der Verheiratung und besucht als erste Frau ihres Clans die Schule, später die Universität. Doch die Liberalisierung nach der Unabhängigkeit Algeriens muss bald einem rigiden Fundamentalismus weichen, der die Frauen wieder unter den Schleier und ins Haus zurückdrängen will. Verleumdung, Verachtung und Angriffe auf Leib und Leben können die junge Frau jedoch nicht von ihrem Weg abbringen. Die Tradition ihrer Vorfahren, der »blauen Menschen«, interpretiert sie auf ihre Weise: als Auftrag, nicht aufzugeben, sondern weiterzugehen und immer wieder neu aufzubrechen.
Personen: Malika Mokeddem
R 11 MOK TB
Malika Mokeddem:
¬Die¬ blauen Menschen / Malika Mokeddem. - 1. Aufl. - Berlin : Unionsverl., 1996. - 309 S.
Geschenk
R 11 - Lit. für Erwachsene