Fallada, Hans
Die RAD-Briefe aus dem besetzten Frankreich 1943
Belletristik Erw.

Nachdem Hans Fallada mit Kleiner Mann - was nun? einen Welterfolg erlangt hat, kommen die Nationalsozialisten an die Macht. Eine Emigration schließt er zu diesem Zeitpunkt aus - wie andere auch verkennt er, in welcher politischen Lage Deutschland sich zu diesem Zeitpunkt bereits befindet. Die Angriffe in der Presse des Dritten Reichen gegen ihn nehmen
zu und Fallada muss erkennen, dass er unter diesen Verhältnissen nicht mehr von Menschen erzählen kann, denen man es anmerkt, dass sie einmal am äAbgrund gelegenô und die das äZusammenstürzen ihrer ganzen Vergangenheiten erlebt habenô.
Obwohl er ein unerwünschter Autor wird, können seine Romane weiter erscheinen, allerdings bringen die Verhältnisse ihn wiederholt in krisenhaften Situationen. Auf Vermittlung einer Bekannten erreicht ihn 1943 das Angebot, als Reichsarbeitsdienst-Sonderführer für sechs Monate im Rahmen der kulturellen Truppenbetreuung in das besetzte Frankreich
aufzubrechen. Der Weg führt ihn von Paris, wo er auf dem Schwarzmarkt einkauft, über Bordeaux bis an die spanische Grenze.
Wie Fallada den Reichsarbeitsdienst, das besetzte Frankreich und die Stimmung in Land erlebt, darüber geben die bislang unveröffentlichten Briefe Auskunft. Fallada schreibt die Briefe zwischen Mai und September 1943 an seine Frau Suse, die ihm sporadisch antwortet und aus dem heimischen Carwitz über Fliegerangriffe und erste Entbehrungen berichtet. Mit dieser Edition wird eine der letzten Lücken in Hans Falladas spannungsreicher Biographie geschlossen.

Freigegeben ab 16 Jahren.


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Personen: Fallada, Hans Gansel, Carsten

Schlagwörter: Briefsammlung Fallada, Hans

Fallada, Hans:
¬Die¬ RAD-Briefe aus dem besetzten Frankreich 1943 / Hans Fallada. - 1. Auflage. - Berlin : Verlag Das Kulturelle Gedächtnis, 2022. - 157 Seiten, 1 Karte ; 22 cm
ISBN 978-3-946990-68-0

Zugangsnummer: 0037708001 - Barcode: 20036017
R 11 - Signatur: R 11 Fal - Belletristik Erw.