Noah, Trevor
Farbenblind
Buch

In seiner Autobiographie erzählt der Autor über sein Leben als Sohn einer schwarzen Mutter und eines weißen Vaters während der Apartheid und der Rassenkämpfe in Südafrika.


Rezension

"Während die meisten Kinder ein Beweis für die Liebe ihrer Eltern sind, war ich der Beweis ihrer Kriminalität. "Eine sexuelle Beziehung zum Mitglied einer anderen Rasse zu haben, war eins der schlimmsten Verbrechen, die man während der Apartheid in Südafrika begehen konnte. Trevor ist obendrein ein "Farbiger", weder schwarz noch weiß und gehört damit nirgendwo dazu, aber er lernt sich in verschiedene Gruppen einzufügen und damit auch von klein auf verschiedene Sprachen. Er wächst allein mit seiner kämpferischen Mutter auf, die furchtlos allen Widerständen ins Auge blickt, tief religiös ist und alles daran setzt, ihrem Sohn die Möglichkeiten einer guten Bildung zukommen zu lassen. Das Leben ist ein Kampf und Trevor lernt sich mit Raffinesse durch den Alltag zu bewegen, sich mit allen gemein zu machen um einfach irgendwie durchzukommen.- Ein Roman über die Absurditäten der Apartheid und die Unmenschlichkeit des politischen Systems, mit viel Humor erzählt. Afrikanische Zeitgeschichte als absolut lesenswerte und bereichernde Lektüre.

Allen Büchereien wärmstens empfohlen.

Rezensent: Sophie Jünemann


Personen: Noah, Trevor

Schlagwörter: Kindheit Südafrika Rassismus Apartheid

Noah, Trevor:
Farbenblind / Trevor Noah. Dt. von Heike Schlatterer. - München : Blessing, 2017. - 333 S. ; 22 cm. - Aus d. Engl.
ISBN 978-3-89667-590-3 geb. : EUR 19.99

Zugangsnummer: 2014/4423
Romane, Erzählungen, Dramen, Lyrik, Sammlungen - Signatur: Noa - Buch