Bayer, Thommie
Weißer Zug nach Süden Roman
Buch

Die junge Chiara flüchtet Hals über Kopf aus ihrem Heimatdorf und schlüpft in das Leben ihrer besten Freundin Leonie.


Rezension

Chiara lebt in einem kleinen italienischen Dorf. Aufgewachsen ist sie allerdings in Deutschland und hat dort auch noch eine beste Freundin, Leonie. Eines Tages reist sie, ohne jemandem Bescheid zu sagen, überstürzt nach Deutschland. Leonie, die gerade auf dem Weg nach Amerika ist, überlässt Chiara ihre Wohnung und ihre Arbeit als Reinigungskraft bei verschiedenen Arbeitgebern. Chiara gefällt das neue, anonyme Leben. Schnell findet sie in den Rhythmus des täglichen Putzens in verschiedenen Wohnungen. Eine Wohnung übt dabei eine besondere Anziehungskraft auf sie aus. Darin wohnt ein alleinstehender Mann, der die meiste Zeit der Woche nicht da ist und den sie auch nie antrifft. Bald findet Chiara kleine Zeichen, die wie für sie hingelegt sind. Auch sie hinterlässt nach der Arbeit immer mal wieder einen kleinen Gruß. Dann kommt der Tag an dem Leonie ihre Rückkehr ankündigt und Chiara sich mit dem Gedanken, dass alles gut wird, in den Zug nach Süden setzt um zurück in ihr "Leben" zu fahren.

Ein leicht zu lesender Roman über ein, für kurze Zeit, geborgtes Leben und den Schritt zurück in das Eigene. Mit den 143 Seiten auch für Krankenhausbüchereien gut geeignet.

Rezensent: Christine Schwendener


Personen: Bayer, Thommie

Schlagwörter: Freundschaft Alltag

Bayer, Thommie:
Weißer Zug nach Süden : Roman / Thommie Bayer. - München : Piper, 2015. - 143 S. ; 21 cm
ISBN 978-3-492-05610-6 geb. : EUR 16.99

Zugangsnummer: 2014/1634
Romane, Erzählungen, Dramen, Lyrik, Sammlungen - Buch